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Stephan Ligl leitet seit Mai die Kreisbücherei

Wer die Kreisbücherei betritt, spürt sofort die besondere Atmosphäre eines Raumes voller Bücher. Es ist hell und luftig, still und ein wenig geheimnisvoll. Menschen, die noch nie der Faszination durchgelesener Nächte, verträumter Nachmittage mit Buch und zwischen den Zeilen ergründeter Geheimnisse erlegen sind, empfinden das eher als langweilig. Getragene Stille, Licht und Bücherreihen. Nach Themen sortiert, oben die lichten Leseplätze, vorne die Ausleihtheke, seitlich die Kinderecke. So war es irgendwie schon immer und trotzdem ist es hier modern und vertraut zugleich.
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Flucht und Vertreibung

Geschichte darf nicht verloren gehen“ mit diesen Worten eröffnete Bürgermeister Thomas Herker die Ausstellung „70 Jahre Flucht und Vertreibung“ im Rathaus. Zur Auftaktveranstaltung waren zahlreiche Gäste in den Festsaal des Rathauses gekommen, darunter viele Stadträte und Altbürgermeister Hans Prechter. Unter den interessierten Gästen befanden sich auch noch viele Zeitzeugen, die kurz nach dem Zweiten Weltkrieg nach Pfaffenhofen gekommen waren, so etwa die Familie Schurius oder Dr. Geppert. Ebenso waren viele Kinder und Enkel ehemaliger Vertriebener anwesend.
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Multitalent an Gitarre, Filzstift und Pinsel

Sein schwarzer Vollbart erinnert an Franz von Lenbach. Doch anders als der Malerfürst aus Schrobenhausen auf seinen Selbstportraits strahlt Philipp Brosche keine düstere Stimmung aus – im Gegenteil. Selbst als ihn der Reporter nach einem halben Jahr vergeblicher Kontaktaufnahme endlich aufgestöbert hat und plötzlich in seinem Atelier steht, bleibt der junge Mann heiter und gelassen. Zumindest nachdem die erste Überraschung überwunden ist. Weiterlesen

Zentrum für Kultur und Kommunikation

Seit 37 Jahren ist das „Haus der Begegnung“ eine vielgefragte Institution – und seit 15 Jahren ist Kurt Jurkus der „gute Geist“ des Hauses.  Wieder mehr ins Licht der Öffentlichkeit rückte das Gebäude am Oberen Hauptplatz, als vor zwei Jahren das „Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus“ errichtet wurde. Es befindet sich links neben dem Haus der Begegnung – ein Platz zum Innehalten, Nachdenken und Gedenken. Ein roter Stahlträger durchbohrt eine Ecke des Hauses. „Er kann als Akupunkturnadel gesehen werden, die diese schmerzhaften Erfahrungen der Geschichte im kollektiven Gedächtnis der Stadt verankert“, so der gestaltende Künstler Thomas Neumair.
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Gewinner des Architekturpreises stehen fest

Sieger im Architekturwettbewerb „Wohnen nahe der Altstadt“ wurde der Entwurf des Münchner Büros Ebe, Ausfelder und Partner. Ihr Konzept für 34 Wohnungen in der Kellerstraße überzeugte die Jury. Dies stellt erst den Anfang dar, in Pfaffenhofen sollen rund 130 neue Sozialwohnungen geschaffen werden. Der Bau von Obdachlosenunterkünften und Sozialwohnungen ist auch in einer blühenden und erfolgreichen Stadt wie Pfaffenhofen ein vorrangiges Ziel.
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Auf Schatzsuche

Die Liebe zu alten Dirndln erwachte bei ihr schon früh, in der Kindheit. Im Kleiderschrank ihrer Mutter fand Patricia Reichensdörfer verschiedene Dirndl, die sie immer ehrfurchtsvoll betrachtete und anfasste – mehr war nicht erlaubt. Aber schon damals liebte sie die wertvollen Stoffe, die kostbaren Schürzen, den Duft der schweren Stoffe. Schon als junges Mädchen wollte sie Dirndl tragen, die nicht jeder hat, die ungewöhnlich wirken und denen man durchaus ansieht, dass sie nicht ganz neu sind. Sie mag auch hochgeschlossene Dirndl, Winterdirndl, Kleider ohne Ärmel.
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das „formschoen“ eröffnet neuen Laden in der Löwenstraße

Angefangen hat Simone Haas vor drei Jahren im Rahmen des Studioladen-Projekts. Dabei wird in Pfaffenhofen jungen Selbständigen mit kreativen Ideen die Möglichkeit geboten, sich, ihr Produkt und ihr Konzept in einem sicheren Rahmen und mit Beratung auszuprobieren. Für Simone Haas war von Anfang an klar, dass ihr Laden „das formschoen“ in der Auenstraße nicht nur auf drei oder sechs Monate angelegt ist, dafür waren die Investitionen zu groß.

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Goldschmiedewerkstatt Radlhöfe 1

Uralt ist das Handwerk der Goldschmiede, so gediegen auch wie der Wunsch der Menschen, sich mit edlen und schönen Materialien zu schmücken. Seit jeher ist sich zu schmücken ein Ausdruck purer Lebensfreude, und jeder, der die Goldschmiedewerkstatt in den Radlhöfen, direkt am südwestlichen Ortseingang von Pfaffenhofen, mit neugierigem Blick betritt, ist sofort davon überzeugt. Die großzügigen Räumlichkeiten bestechen durch geschmackvolle Arrangements – ein großer Tisch, feine Regale mit ansprechenden Ausstellungsstücken, und natürlich die Werkbänke mit den entsprechenden Utensilien der Goldschmiede.

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Zwickelbier im Hauptquartier – Pfaffenhofen in den napoleonischen Kriegen

Oh du armes Vaterland“ überschrieb Pfarrer Franz Xaver Amberger seine Tagebuch-Aufzeichnungen zu den napoleonischen Truppendurchzügen in Pfaffenhofen vor über 200 Jahren. Er war gleich in doppelter Hinsicht Leidtragender: Zum einen hatte er die Folgen der erst kürzlich durchgeführten Säkularisation zu verkraften mit ihren radikalen Eingriffen in Kirchen und Pfarreien und den Klosterauflösungen. Zum anderen war er direkt von den Einquartierungen und Plünderungen der Soldaten betroffen. Die Aufzeichnungen des Pfarrers fand Stadtarchivar Andreas Sauer.

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